Kampfmittelbeseitigung

Die Kampfmittelbeseitigung wird nach den Arbeitshilfen Kampfmittelräumung (AHKMR) in folgende drei Teilbereiche gegliedert, die auch unserem Leistungsprofil entsprechen.

1. Planung der Kampfmittelräumung

  • Erkundung (Bestandsaufnahme), Bewertung bzw. Gefährdungsabschätzung
  • Objektplanung "Kampfmittelräumung" i.S. der HOAI

 

2. Durchführung der Kampfmittelräumung

  • Herstellen der Räumfähigkeit
  • Sondieren und Ortung des Geländes
  • Freilegen der Störkörper/Kampfmittel
  • Identifizieren der Störkörper/Kampfmittel
  • Bergen der Störkörper/Kampfmittel
  • Transport der Kampfmittel zum Bereitstellungslager
  • Bereitstellung und Übergabe der Kampfmittel

 

3. Kampfmittelvernichtung

  • Transport der Kampfmittel zur Vernichtungsstelle
  • Sprengen, Entschärfen, Vernichten und Entsorgen der Kampfmittel

 

Wir bezeichnen diesen Teilbereich als Kampfmittelentsorgung, der bereits 1994 in der Firma Heinrich Luthe in Luckenwalde errichtet worden ist. Der ursprüngliche Zweck bestand in der Entwicklung, Herstellung und dem Betreiben von Einrichtungen, mit denen Fundmunition bearbeitet und Explosivstoffe thermisch vernichtet werden sollten. So konnte 1994 eine Munitionsentsorgungsanlage vom Typ MEA-1 und ein Sicherheitscontainer mit Bandsäge in Betrieb genommen werden und auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz für den damaligen Munitionsbergungsdienst des Landes Brandenburg Fundmunition umweltfreundlich vernichtet werden.

Es folgten mehrere Entwicklungsschritte zur Verbesserung der Technologie und Erweiterung der Einrichtungen. Für weitere Länderräumdienste und Auftraggeber wurde in der Folgezeit an unterschiedlichen Standorten Munition entsorgt. Während der EXPO 2000 wurde die Technologie und die Verfahren interessierten Mitarbeitern in- und ausländischer Verteidigungsministerien vorgestellt.

2002 wurde eine neue Generation von Munitionsentsorgungsanlagen vom Typ MEA 2 entwickelt, drei Anlagen gebaut und 2003 zwei stationäre Anlagen einschließlich Bauleistungen und Abgasreinigung an den Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen und die Verteidigungsindustrie in Italien geliefert. 2005 wurde eine mobile Anlage mit weiteren Einrichtungen in den Katar verkauft. Internationale Erfahrungen liegen darüber hinaus vor in Griechenland, Spanien, Moldawien, Ukraine und Österreich.

Seit 2008 betreiben wir am Standort Winsen/Aller eine nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigte mobile Munitionsentsorgungsanlage im stationären Betrieb.

Zu unserem Leistungsspektrum gehören die Bestandsaufnahme, die Erarbeitung von Entsorgungskonzepten, die Projektsteuerung, die Herstellerauswahl und -überwachung, die Inbetriebnahme und die Technologiebeschreibung bis zur Schulung und Einweisung des Betreiberpersonals. Genehmigungsverfahren werden durchgeführt und Dokumentationen zusammengestellt.